Nicht ohne Kälteschutz - Hautpflege im Herbst

Wenn die Temperaturen unter ca. 10° C fallen, arbeiten Talgdrüsen langsamer und bilden weniger Hautfett. Gleichzeitig wird das bestehende, hauteigene Fett fester und verteilt sich schlechter. Beides führt dazu, dass der feine Lipidfilm, der die Haut vor dem Austrocknen schützt, durchlässiger wird. Dann kommt es darauf an, die Haut reichhaltig zu versorgen und ihr eine fetthaltigere Hautpflege als im Sommer zu geben. Am besten stellt man die Pflege langsam um, da die Haut sonst zu Unreinheiten neigen kann.

Cremes und Lotionen mit rückfettenden Inhaltsstoffen wie Avocadoöl oder Sheabutter können trockene Gesichtshaut verhindern und sollten insbesondere bei der Nachtpflege zum Einsatz kommen. Bei der Tagespflege kann wie im Sommer auf eine normale feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme gesetzt werden und nach wie vor auch auf Sonnenschutz. Denn UVA-Strahlen, die maßgeblich für die Hautalterung verantwortlich sind, treten unabhängig von der Jahreszeit und dem Wetter relativ konstant auf. Lichtschutzfaktor 10 gilt dabei als Minimum, ohne diesen sollte man sich an sonnigen Tagen nicht für längere Zeit im Freien aufhalten. Zur Reinigung des Gesichts bietet sich jetzt eine milde Reinigungsmilch an, um die Haut nicht zusätzlich zu belasten. Auch Waschlotionen sollten aufgrund ihrer entfettenden Wirkung sparsam eingesetzt werden. Am besten eignen sich Lotionen mit einem pH-Wert von 5,5, also vergleichbar mit jenem der Haut. Spröde Lippen verhindert eine spezielle Lippenpflege mit höherem Fettgehalt. Sie wird wichtiger mit jedem Tag, an dem die Temperaturen weiter sinken.

Unser gesamter Körper benötigt im Herbst besondere Pflege. Ohne rückfettende Körperlotion oder auch ein Körperöl kann sich schnell ein unangenehmer Juckreiz einstellen – das Resultat trockener Haut. Am besten trägt man die Lotion oder das Öl direkt nach dem Duschen auf, besondere Aufmerksamkeit sollte auch den Ellbogen geschenkt werden, weil diese leicht zu Trockenheit neigen.

Niedrige Temperaturen gepaart mit trockener Luft machen sich besonders schnell auch durch raue, rissige Hände bemerkbar. Häufiges Händewaschen verstärkt den Effekt noch. Da hilft nur cremen, cremen, cremen – am besten mit Pflegeprodukten, die Glycerin und Urea enthalten.

Baden oder Duschen? Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Lust auf ein heißes Bad. Aber das sollte hautschonend sein. Also höchstens zweimal pro Woche in die Wanne steigen und nicht länger als 15 Minuten drinbleiben. Die Wassertemperatur sollte dabei zwischen 32 und 35 Grad liegen. Besser hingegen ist Duschen, da es die Haut weniger beansprucht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Dusche nicht zu lange dauert und die Temperatur nicht übertrieben warm ist. Spezielle Duschlotionen bzw. Duschcremes mit beispielsweise Jojoba oder Urea schützen vor dem Austrocknen.